Tür zum Halbfinale weit aufgestoßen

blerimMit einem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Jenesien hat sich der AFC Girlan in eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Samstag gebracht. 

Nach einer taktisch disziplinierten Leistung auf das von Regen durchtränkte Spielfeld in Rungg lagen die Hausherren schon früh mit zwei Treffern in Front.

Verantwortlich dafür zeigte sich der nur aufgrund der zuletzt starken Trainingsleistungen in die Startelf gerückte Blerim "Paul" Ibraimi mit zwei Traumtoren. Beide Male zog er vom 16-er ab und beide Male traf er genau ins Kreuzeck.

Für den krönenden Abschluss sorgte dann Toune Kostner in der Nachspielzeit.

 

Plack und Blerimi sorgen für frühe Entscheidung

Girlan fand nach den ersten fünf Minuten immer besser ins Spiel, besonders Matthias Plack war in der Anfangsphase ein steter Unruheherd in der gegnerischen Verteidigung. Schon in der zehnten Minute setzte er sich auf der Seite durch, seine Flanke wurde verlängert und von hinten kam Blerimi, der von der Strafraumgrenze voll draufhielt und für die bereits zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung sorgte.

Auch das 2:0 nur zehn Minuten später war fast identisch. Nach einem Spielaufbau über rechts wurde der Ball zurückgelegt auf Blerimi, der sich wiederum ein Herz nahm und den Ball genau ins Kreuzeck hämmerte.

Danach hatte Girlan das Spiel eigentlich gut in der Hand. Doch wie schon so oft in dieser Saison wollte die Mannschaft mit einer beruhigenden Führung im Rücken mehr: Und anstatt abzuwarten und zu lauern, wurde das Spiel nach vorne zusehends hektischer. Hier kam wieder einmal die mangelnde Erfahrung des noch jungen Teams zum Vorschein. Doch dies ist ein Lernprozess, den die Spieler Schritt für Schritt gehen müssen.

Doch vorerst war der Gegner zu geschockt, als dass er jemals gefährlich hätte werden können. Das Resultat ging durchaus in Ordnung.

Girlan schwächt sich selbst

Kurz nach der Pause leistete sich Girlans erfahrenster Mann einen unerklärlichen Ausraster. Six Wolkan trat nach einem Schubser seines Gegenspielers nach und sah vollkommen zu Recht die rote Karte. Auch wenn sich der Spieler danach beim Gegner und seiner Mannschaft entschuldigte, solche Aktionen verurteilt der gesamte AFC Girlan aufs Schärfste.

Nun machte es sich bezahlt, dass bereits in den Freundschaftsspielen das Unterzahlspiel getestet wurde. Die zehn Mann am Platz zeigten sich geschlossen und wussten sich zu wehren. Auch Tormann Andy Walcher trug das seine dazu bei, dass es beim zu Null blieb. Nur einmal verschätzte er sich beim Herausgehen und wurde bei einer tollen Aktion des ASV Jenesien überlupft. 

Doch das Glück war auf der Seite der Hausherren: Der Ball ging an die Querlatte. Nach einigen Wechseln übernahm Girlan wieder die Kontrolle über das Spiel  und hatte bei mehreren Kontern gute Chancen auf den dritten Treffer. In der Nachspielzeit war es dann soweit. Toune Kostner hätte auch noch zum mitgerückten Daniel Vieider passen können, doch er zeigte eine gesunde Portion Egoismus im Strafraum und netzte ins lange Eck zum 3:0.

Trainer zufrieden mit der Leistung

Nach dem Spiel zeigte sich Trainer Ernst Eschgfäller angetan von der Leistung seiner Mannschaft: "Natürlich ist es immer schwer, nach einer so harten Vorbereitung mit vier bis fünf Trainingseinheiten und Spielen pro Woche zu wissen, wo man steht. Aber die Mannschaft hat es besonders in Hälfte eins verstanden, die taktischen Vorgaben umzusetzen. Und zeigte auch in Hälfte zwei nach dem Ausschluss den nötigen Kampfeswillen, den es braucht, um im Pokal zu bestehen." 

Das Spiel war ein verheißungsvoller Auftakt in die Rückrunde. Nun wartet auf den Coach die schwierige Aufgabe, der Mannschaft klar zu machen, dass erst Halbzeit ist und es nochmals einer so konzentrierten Vorstellung bedarf, um am kommenden Samstag definitiv in das Pokal-Halbfinale aufzusteigen.

kls

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