Girlan hält die Klasse

DSC 2527Lange Zeit hatte es düster ausgeschaut für den AFC Girlan. Doch nach einem unglaublichen Kraftakt sichern sich die Grün-Weißen schon drei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt. Denn bei zehn Punkten Vorsprung kann nun auch mathematisch nichts mehr anbrennen.

Da lassen sich auch die zwei Punkte, die man aufgrund der nicht genutzten Möglichkeiten gegen den Tabellendritten Schenna beim 2:2 am Samstag liegen gelassen hat, leichter verschmerzen. 

Das Spiel im Burggrafenamt begann turbulent. Nach nur zwei Minuten köpfte Rene Ratschiller die Hausherren nach einem Eckball in Führung. Doch nur zwei Minuten später war auch Ander Sinn nach einem weiten Einwurf von Disco Schweigkofler per Kopf zur Stelle und traf zum 1:1.

Bei schwierigen Platzbedingungen spielte sich danach das Geschehen eine Zeit lang hauptsächlich im Mittelfeld ab. Doch schon in der 27. Minute schlug Schenna wiederum nach einer Ecke zu. Diesmal war es Georg Parigger, der den dritten Kopfballtreffer des Tages erzielte.

Die zweite Halbzeit gehörte dann vollends den Gästen. Girlan rannte dem Rückstand hinterher, doch vergab Chance um Chance. Erst in der 69. Minute gelang dem eingewechselten Felix Wernspacher das 2:2. Disco hatte sich an der Seitenlinie durchgetankt und zum Stürmer quergepasst.

Nach dem Ausgleich drängten die Grün-Weißen auf den Siegtreffer, doch der wollte an diesem Tag einfach nicht gelingen. Ander Sinn knallte den Ball an die Latte und auch Sturmpartner Alex Lang hatte trotz bester Möglichkeiten kein Glück im Abschluss.

Klassenerhalt gesichert

Und obwohl man sich im Lager der Girlaner nach dem Spiel ob der zwei liegen gelassenen Punkte geärgert hat, war dieser eine erreichte Punkt Gold wert. Denn nachdem am Sonntag der Vorletzte Eyrs verlor, hat man nun drei Runden vor Schluss zehn Punkte Vorsprung und hat sich somit auch mathematisch den Klassenerhalt gesichert.

Dass dies bereits drei Runden vor Schluss feststeht, gleicht einem kleinen Fußballwunder. Nicht mehr viele haben mit den Grün-Weißen gerechnet, als man nach zehn Runden noch immer ohne Sieg da stand und ganze sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz hatte. Spielerisch konnte man der Mannschaft zu der Zeit kaum einen Vorwurf machen, doch das Glück hatte sie einfach nicht gepachtet zu der Zeit. Es spricht für die Mannschaft, den Verein und alle Beteiligten, dass man auch in diesen Momenten der Krise ruhig blieb und sich weiter auf die eigenen Stärken konzentrierte. Denn in der Rückrunde war man als Aufsteiger endgültig angekommen in der II. Amateurliga: Die Mannschaft von Coach Ernst Eschgfäller holte sieben Siege in Folge und legte so den Grundstein, um sich aller Abstiegssorgen zu entledigen.

Nachdem das Saisonziel Klassenerhalt geschafft ist, kann man die letzten drei Partien einfach nur mehr genießen.

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