Bananawetter in Marling

BertlGrandioser 2:1-Sieg gegen die Hünen des Tabellenzweiten!

Auf der Multisportarena in Marling, welche neben einem Fußballplatz auch einen relativ schmalen, aber mit olympischer Länge ausgestatteten Schwimmteich und eine Kampfsportarena zu beherbergen scheint, trafen zwei der stärksten Rückrundenmannschaften aufeinander. Allein der verkorksten Hinrunde bleibt es zu verdanken, dass Girlan in der Tabelle nicht viel höher steht. Dies scheint allerdings eine sehr typische Eigenschaft des idyllischen Weindorfes zu sein, denn auch die Kampfmannschaft entwickelte ihre volle Stärke erst nach der Winterpause.

Das Spiel begann sehr schnell, was aber wohl auch dem sehr schnellen Rasen zu verdanken war. Besonders unsere Außenverteidiger hatten mit der Kombination aus schnellem Untergrund und Speedy Gonzales auf der Außenbahn ihre lieben Mühen.

Allgemein konnte man sagen, dass die 20km Luftlinie nach Norden hin, doch schon evolutionstechnische Auswirkungen mit sich brachten. Nur so ist es erklärlich, dass die Heimmannschaft mit einer Durchschnittsgröße von gefühlten 1,90 auf dem Feld stand und Girlan wohl im Durchschnitt mindestens 15-20cm kleiner war (und das obwohl Trainer Klaus Maier anfangs nur auf der Bank saß, bzw den Wechselspielern im Weg rumstand).

Nachdem man den ersten Schock nach Anblick der Hünen hinter sich brachte, kamen die Bananas immer besser in Fahrt und spielten sich einige Torchancen heraus, ohne dabei allerdings zwingend gefährlich zu werden. Auch der sonst so coole Ivan Rosanelli bekam die Torsch(l)usspanik und überhastete einen Lupfer, sodass der nur für die heranwachsenden Äpfel hinter dem Feld eine Gefahr darstellten.

Auf der Gegenseite hatte Egger im Tor wieder einen sehr guten Tag und konnte beinahe jeden Ball sicher behaupten.
So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Einem Ergebnis, mit dem die Gäste leben konnten, für Marling aber zu wenig war, um noch die Tabellenspitze erklimmen zu können.

Voll motiviert durch eine etwas andere Anrede durch Coach Maier, kamen die Bananas vom Pausentee und nahmen das Zepter gleich in die Hand. Armin Werth, der einen durch und durch doppelten Tag hatte, bekam den Ball von Florian Kaufmann per Hacke in den Lauf gespielt, steuerte direkt auf den Tormann zu, wollte ihn im letzten Moment umkurven, doch als er bemerkte dass der 2 Meter große Schlussmann auch im Liegen mindestens 2 mt lang ist, entschloss er sich dann doch, mit seinem vertrauten Hammer ein Loch durch die Handschuhe des Schlussmannes zu schießen und so zum 1:0 einzunetzen.

Marling musste jetzt alles nach vorne werfen und kam durch einem abgefälschten Freistoß auch zu einer hochkarätigen Chance, doch der Ball prallte vom Innenpfosten ab, tänzelte die Torlinie entlang und konnte durch Robl Mair schlussendlich geklärt werden.
Im Gegenzug hatte erneut Werth die Chance den Spielstand zu verdoppeln, doch sein Versuch den Torhüter erneut zu durchlöchern scheiterte. Zwanzig Minuten vor Schluss, war es dann aber erneut Werth, der sonst nur Tore auflegt, der durch geschickte Körpertäuschungen zwei Bruggräfler Verteidiger ins Leere laufen lies, und den Ball dieses Mal neben den Torhüter vorbei zauberte.

In der Schlussphase kam nochmal Hektik auf, als Werth sich mit seiner zweiten Gelben vom Spiel verabschiedete, einem Elfertor für Marling und die Hausherren auf ein offensiv ausgerichtetes 2-3-5 umstellten.

Doch mit etwas Glück und viel Kampf konnte die Schlussphase überstanden werden und nach gefühlten 110 Minuten war der nächste Dreier eingeheimst.

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